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Lounge Music for a Dystopian Future: United Sounds of Joy

„Don’t call it a reunion, it’s not even a fucking band!“ Okay, Michael selbst hat verboten, von einer Reunion der Band zu sprechen. United Sounds of Joy ist also nur ein Musikprojekt zweier Musiker, die vor ein paar Jahren zufällig in derselben Band gespielt haben. Aber, verdammt, es war die Band! Der Dream City Film Club (1995 – 1999). Die Story kann man sich hier reinziehen. Oder man stöbert Martin Comparts Dark Zone – Ein Noir-Reader (Amazon) auf, in dem habe ich ein bisschen was über den Dream City Film Club erzählt. Alex war bis 1997 dabei, Michael bis zur Auflösung zwei Jahre später. Zwei Alben, eine EP und diverse Singles – Lieder wie Pissboy, Porno Paradiso, ‚Til The End of The World, God Will Punish The Pervert Preacher oder Dirty Little Cherub. Irgendwo zwischen Sound noir, tragischen Balladen, Avant-Garde und Rock. Damals schändlich unterbewertet, aber das passte zur Band. Ich sah sie zur Veröffentlichungstour von „In The Cold Light Of Morning“ im Kölner Underground. Die Musik viel zu laut für das knappe Dutzend an Besuchern. Aber Michaels Stimme und die schiere Wuchte der Musik haben mich seither nicht mehr losgelassen. Die Jungs hatten damals nicht mal das beworbene Album im Gepäck.

Nach der Auflösung des Dream City Film Club legte Michael ein paar wundervolle Soloalben hin, in denen er sein Können als Betrachter kleiner und großer Dramen unter Beweis stellte. Einfach mal von seinem Live-Auftritt im Rockpalast (Ballad of the Pissed Apostel – einer meiner Lieblingssongs) überrollen lassen.

Mit seinem Bruder gründete er später Saint Silas Intercession (All About the Money wirken lassen) und tourt gerade mit seiner Band Miraculous Mule.

Jetzt also United Sounds of Joy!

Die erste Auskopplung The Sun That Hides A Darker Star trägt dann auch genügend in sich, um zumindest Assoziationen mit dem Film Club zu erwecken. Ein wenig Weltenende wie in ‚Til The End of The World, Melancholie wie in Love Insane und Dunkelheit wie in The Curse. Die Untertöne erinnern mich entfernt an Boards of Candada, vielleicht wegen dem Mitschwingenden von Weite und Schwerelosigkeit (Dayvan Cowboy).

Die Musiker selbst beschreiben, das was sie da mit ihrem kommenden Album vorhaben, sehr schön so: „Lounge music for a dystopian future inspired by acid drenched spaghetti westerns, post apocalyptic sci-fi, recreational drug use in the 1990s, and assorted mystics, murderers and madmen.“

Klingt wie viele der Geschichten, die auch der Dream City Film Club erzählt hat.

Dann warten wir mal auf die Veröffentlichung. The Sun That Hides A Darker Star macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

Das Album erschien im Februar 2016 und kann in Vinyl oder als CD hier bestellt werden:

http://bronzerat.limitedrun.com/products/564634-united-sounds-of-joy-s-t

Eingebetteter Bild-Link

Wer Michael und Alex folgen will, sollte das tun:

Twitter: United Sounds of Joy

Facebook: United Sounds of Joy

Twitter: Alex Vald

Twitter: Michael J. Sheehy

Facebook: Michael J. Sheehy

Und wenn wir schon dabei sind:

Published inMusik

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