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#RPGaDAY: 27. Welches sind Deine unverzichtbaren Werkzeuge für ein gutes Spiel?

Welches sind Deine unverzichtbaren Werkzeuge für ein gutes Spiel?

1. Fester Spieltermin: Direkt das schwierigste „Werkzeug“, wenigstens mit zunehmendem Alter / sozialen Verpflichtungen. Ein entspannter Termin, zu dem die Leute ohne Stress erscheinen, der schon ein paar Wochen vorher feststeht, an einem Wochenende. Den zu finden… Von spontanen Sitzungen 5x die Woche, direkt nach der Schule, sind es Lichtjahre.

2. Spielernotizbücher: Nicht mein Werkzeug als Spielleiter, dennoch unverzichtbar, wenigstens für meine lange, lange laufenden Kampagnen (und wegen 1.). Ein kleines Büchlein, in dem der Spieler das Wichtige und Unwichtige (die Einstufung nimmt er selbst vor), festhält. Keine Sammlung aus losen Blättern, die man nach der dritten Sitzung nicht mehr sortiert / gelesen bekommt, sondern eine mehr oder minder chronologische Notizsammlung. Weil die gespielte Welt dazu tendiert, komplex zu sein. Weil es unzählige Orte zu entdecken, Figuren kennen zu lernen, Verknüpfungen und Intrigen zu verstehen gibt. Ohne Niederschrift wird das ansonsten ganz schwierig. Ehrlich.

3. Musik: Die Evolution musikalischer Begleitung. Damit habe ich schon vor langen Jahren begonnen. Damals waren es ein portabler CD-Player, Lautsprecher und ausgewählte Soundtracks, die immer dabei waren. Dann zusammengestellte Musikstücke auf selbst erstellten CDs, bereits thematisch geordnet. Gefolgt von MP3-CDs. Gefolgt von der Offenbarung durch MP3-Spieler. Eigene Genres erstellen und Musik darin einordnen. Soundtracks aus Filmen wurden ergänzt durch Musik aus Computerspielen. Mittlerweile ist es eine enorme Sammlung, die da auf dem Smartphone dabei ist, unterstützt von einem Bluetooth-Lautsprecher. Dabei gibt es festgelegte Kategorien (Grusel, Horror, Kampf, diverse Stimmungen) und individuelle Playlisten für spezielle Szenen (Psychodellischer 70er Rock kam zum Beispiel in der letzten Genlab-Runde überraschend und gut an).

4. Digitale Tools: Der Punkt ist etwas gewöhnungsbedürftig. Und braucht Disziplin. Und passt nicht zu jedem System. Google Drive & Konsorten. Es besteht die Gefahr, dass Spieler und Spielleiter zu häufig auf kleine Bildschirme starren und damit die Atmosphäre auflösen. Dennoch sind Cloud-Dienste für mich mittlerweile ein essentieller Bestandteil meiner Vorbereitungen. Früher schleppte ich ganze Ordner mit Notizen, Ortsbeschreibungen und alten Abenteuern mit mir herum, da es unmöglich ist, jede Nichtspielerfigur im Kopf zu haben, sich an jede feinsinnige Intrige zu erinnern. Jetzt ist alles auf dem Tablet dabei. Schnell auffindbar. Und immer aktuell. Das ist ungemein hilfreich.

Zudem kann man kleine Handlungsstränge und Nachforschungen von Figuren wunderbar in geteilten Dokumenten weiterverfolgen / dokumentieren, Handouts teilen, etc. Das ersetzt das etwas umständliche Forum von früher.


Die Fragen der #RPGaDAY 2017 im Original.

Übersetzung der Fragen durch: jaegers.net

Published inRollenspiele

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