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Spiel: Fields of Green

Endlich dein eigener Bauernhof! Das Förderprogramm der Regierung hat nicht zu viel versprochen – ein wunderbares Fleckchen Erde liegt vor dir. Jetzt hast du vier Jahre Zeit, das Beste aus dem Land herauszuholen und dich zu beweisen. Doch außer einem Wasserturm und einem Getreidesilo steht noch nichts. Es ist an dir, zu entscheiden, wie du deinen landwirtschaftlichen Betrieb vorwärts bringst – durch Getreideanbau oder durch Viehzucht? Investierst du in neue Ausrüstung, oder dringend benötigte Gebäude? Mit Geschick und Planung wirst du bald den ertragsreichsten Hof bewirtschaften.


Spielmechanik

Ein kleiner, aufstrebender Hof.

Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Landwirten, die ihren Hof aufbauen und dabei möglichst ertragreich konzipieren. Durch das Kaufen und Anlegen von Land, Vieh, Gebäuden und Maschinen wächst der Betrieb von Spieljahr zu Spieljahr, um am Ende möglichst viele Siegpunkte abzuwerfen. Allerdings wird die Zusammensetzung des Betriebs mit jeder Runde komplexer – Felder benötigen Wasser zur Getreideproduktion, Tiere wiederum Getreide, um Ertrag abzuwerfen, dessen Gewinn in neue Karten investiert werden kann.

Den Spielern stehen dabei vier Kartenstapel zur Auswahl, aus denen jeder zu Beginn eines jeden Jahres sechs Karten zieht – diese bilden den Pool an Karten, in den sie investieren können. Im Stapel Felder finden sich verschiedene Pflanzentypen (Tomaten, Melonen, etc.), unter Viehzucht unterschiedliche Nutztiere (Kühe, Schweine, Gänse, etc.), unter Gebäude entsprechende Farmerweiterungen (Unterkünfte, Stallungen, etc.) und im letzten Stapel Anlagen verschiedene Ergänzungen für den Hof (Treibstoffdepot, Geräteschuppen, Kornkreise, etc.). Solange er mindestens drei Stapel berücksichtigt, darf jeder Spieler seine sechs Karten beliebig verdeckt ziehen.

Gespielt wird über vier Jahre, am Ende eines jeden Jahres wird das Vieh versorgt, Land bewässert, geerntet und verkauft. Die Ressourcen Wasser und Getreide werden dabei in Lagerstätten untergebracht. Um seine Felder zu bewässern, müssen Wassertürme in deren Nähe stehen. Vieh benötigt Getreide, um ernährt zu werden. Ist eine Ressource zur Versorgung nicht vorhanden, wird das entsprechende Feld für eine Saison unbrauchbar.

Andere Karten bringen einen einmaligen Geldbonus, einen Ausrüstungsgegenstand zur Optimierung des Hofes oder Siegpunkte am Ende des Spiels.

Kartenstapel, Wasser- & Getreidemarker, Münzen und Jahreszähler

Die drei Phasen eines Spieljahres:

  • Instandhaltung: Die zur Verfügung stehenden Karten werden, wie oben beschrieben, zusammengestellt. Jeder Landwirt bekommt staatliche Subventionen (zwei Wasser, ein Korn und drei Geld).
  • Aktionsphase: Zeitgleich muss jeder Spieler nun eine seiner Handkarten auswählen und vor sich ablegen. Diese kann er kaufen, abwerfen – um stattdessen ein zusätzliches Silo oder einen Wasserturm zu erstehen – oder den lokalen Markt besuchen und Waren verkaufen. Danach werden die restlichen Handkarten an den nächsten Spieler weitergeben (die Reihenfolge gibt der Jahresmarker vor) und die Aktionsphase beginnt von vorne. Dies wiederholt sich, bis alle Handkarten aufgebraucht sind.
  • Ernte: In dieser Phase werden Erträge und Siegpunkte geerntet – falls die Voraussetzungen auf den jeweiligen Karten erfüllt sind. Ist genügend Wasser für die Felder vorhanden, genügend Getreide für das Vieh?

Dann beginnt das nächste Jahr.

Nach Abschluss des vierten Jahres werden die Siegpunkte zusammengerechnet. Diese ergeben sich aus den gebauten Gebäuden, zusätzlichen Punkten aus Karten, angesammeltem Geld und Getreide sowie leeren Wassertürmen. Der Landwirt mit den meisten Punkten ist – wenig überraschend – der Sieger.


Material

  • 33 Felderkarten
  • 33 Viehkarten
  • 33 Gebäudekarten
  • 34 Wasserturm- & Silokarten
  • 5 Übersichtskarten
  • 76 Getreide- & Wasserspielsteine
  • 30 Ausrüstungskarten
  • 61 Münzen
  • 20 Siegpunktezähler
  • Jahreszeitentracker
  • Startspielersymbol
  • Zählbrett
  • Regelwerk
  • Frühe Planung-Erweiterung (Kickstarter)

Altersklasse

Einfache Englischkenntnisse vorausgesetzt, dürfte Fields of Green ab den empfohlenen zwölf Jahren Sinn machen. Auch wenn die grundlegende Mechanik schnell zu verstehen ist, wird der Hof in den späten Spieljahren recht komplex durch die Abhängigkeiten der verschiedenen Karten.


Fakten

Fields of Green basiert auf dem Spiel Among the Stars und wurde 2016 als Kickstarter-Projekt finanziert.

Spieler: 2-4
Altersempfehlung: ab 12
Dauer: 30-45 Minuten
Verlag: Artipia Games

Design: Vangelis Bagiartakis
Artwork: Tomasz Jedruszek, Naomi Robinson, Grzegorz Bobrowski, Gong Studios


Fazit

Fields of Green ist ein hübsch gestaltetes,  kompaktes und schnelles Managementspiel, das viel Raum für strategische Entscheidungen lässt. Wie stelle ich meine Karten zusammen und baue meinen Hof auf? Lege ich den Schwerpunkt auf Landwirtschaft oder doch lieber auf Viehzucht? Investiere ich in teure Gebäude für spätere Siegpunkte oder verstärke ich meine bestehenden Felder mit Ausrüstungskarten? Auch wenn nur vier Jahre gespielt wird, wächst der Betrieb am Ende und verlangt einiges an Aufmerksamkeit, um auch ja keine Abhängigkeit zu übersehen. Zudem bleibt eine Partie einigermaßen im angegebenen Zeitrahmen von 45 Minuten. Zwar fehlen Fields of Green Spieloptionen, die anderen Betriebe zu stören, ein wenig Einfluss kann man jedoch durch die Zusammenstellung der Kartenstapel nehmen. Durch die gemeinsam abgehandelten Spielrunden kommt zudem nie Langeweile auf – es gibt immer was zu tun.

Also auf den Traktor geschwungen und los geht’s!

 

Published inBrett- & Kartenspiele

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